„Martin Luther war von Bamberg begeistert“

Edemissen: Mit rund 32 Teilnehmenden hat sich der Förderverein Martin-Luther Edemissen e.V. auf eine viertägige Sommerreise ins fränkische Bamberg begeben.

Die Reise ließ erfahren, warum die Domstadt Bamberg als eine der schönsten Städte Deutschlands gilt. Ein tausendjähriges Gesamtkunstwerk, von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, präsentierte sich lebendig und facettenreich. Bereits bei der Hinfahrt sorgten Christian und Annette Baden-Ratz für eine gelungene Einführung in die fränkische Mentalität. Christian Ratz, gemeinsam mit seiner Frau Pastor im norddeutschen Edemissen, wurde in Franken geboren und hat als Landeskenner (Su aafach is des fei nedd..) und als „Mundardverdrauder“ die besondere Sommerreise ins südliche Bamberg begleitet. So konnten schon bei der Hinreise mit Gitarrenbegleitung das „Lied der Franken“ und einige fränkische Redewendungen einstudiert werden. Henning Könemann war für den organisatorischen Rahmen der Reise zuständig.

In Bamberg wurden bei einer ambitionierten Stadtführung durch Dr. Dieter Bauernschmitt 1000 Jahre Geschichte im „Fränkischen Rom“  greifbar. Verwinkelte Gassen strahlen noch immer Mittelalter-Flair aus, und nicht nur Kunsthistoriker sind fasziniert von den vielen Baustilen wie etwa Renaissance, Barock und Rokoko. Der mittägliche Besuch eines Orgelkonzertes  im viertürmigen Bamberger Dom auf einem der sieben Hügel verzauberte und öffnete den Blick auf den Veit-Stoß-Altar, den berühmten Bamberger Reiter und das Grab des Herrscherpaares Heinrich II. und Kunigunde. Ein besonderes Erlebnis war zudem der gemeinsame Gottesdienstbesuch in der evangelischen St. Stephanskirche auf einem weiteren Hügel der Stadt.

Aber auch das Kennen lernen der zahlreichen Biergärten, Brauereigasthöfe und der Genuss fränkischer Köstlichkeiten kamen nicht zu kurz.  Dabei war zudem noch ausreichend Zeit, Bamberg zwischen dem Schöpfungsweg auf dem Michelsberg, einer Schiffsrundfahrt auf der Regnitz oder einem Gärtnerstadtrundweg individuell zu erkunden. Beim Abschlussabend im traditionsreichen Wernsdorfer Gasthof Schiller sorgte Gerhard Gieseking für launigen Gesang und bereicherte die Reise überhaupt immer wieder mit Zeugnissen deutscher Dichtkunst.

Während bei der Hinfahrt eine Pause im fränkischen Wallfahrtsort „Vierzehnheiligen“ zur Einkehr animierte, waren bei der Rückfahrt Volkers in der Rhön und das hessische Melsungen anregende Pausenstationen.

Nach Aussagen vieler Teilnehmenden war die Reise des Fördervereins Martin-Luther-Edemissen e.V. eine wunderbare Möglichkeit, in fröhlicher Gemeinschaft die liebliche Landschaft, fränkische Mentalität und geschichtsträchtige Orte kennen zu lernen.

Impressionen: