„Mit Martin Luther unterwegs –                                                            Von Edemissen über Herrnhut nach Görlitz“

Edemissen: 28 Teilnehmende, darunter auch Pastoren-Ehepaar Annette Baden-Ratz, Christian Ratz und Henning Könemann vom Förderverein Martin-Luther-Edemissen e.V., waren auf einer Begegnungs- und Kulturreise in Herrnhut und Görlitz unterwegs.

„Architektonisches Bilderbuch, Kulturhochburg, perfekte Filmkulissenstadt, internationale Atmosphäre, östlichste Stadt Deutschlands“ das sind Attribute, die Görlitz auszeichnen. Görlitz, am Neißeufer gelegen, ist zudem gemeinsam mit der über eine Fußgängerbrücke erreichbaren polnischen Stadt Zgorzelec  „Europastadt“. Im wie durch ein Wunder im 2. Weltkrieg nicht zerstörten Görlitz wird Geschichte greifbar. Verwinkelte Gassen strahlen noch immer Flair vergangener Jahrhunderte aus und nicht nur Kunsthistoriker faszinieren die vielen Baustile zwischen Gotik, Renaissance, Barock und Gründerzeit.

Aufgrund dieses besonderen Stadtbildes ist Görlitz auch ein beliebter Filmdrehstandort, was der Stadt den Beinamen „Görliwood“ einträgt. Das alles war bei herrlichem Frühlingswetter zu erleben. Dazu gehörte auch die hoch über der Neiße gelegene Peterskirche, wo den Klängen der „Sonnenorgel“ gelauscht und ein eindrucksvolles Konzert erlebt wurde.

Die prächtige „Sonnenorgel“, wurde 1697 von dem aus Italien stammenden kaiserlichen Hoforgelbaumeisters Eugenio Casparini geschaffen.  Der an der Peterskirche tätige Kirchenmusikdirektor und Leiter des Bachchores, Reinhard Seeliger,   hat durch glückliche Umstände schon einige Male in Edemissen konzertiert.

Bevor es nach Görlitz ging, wurde in Herrnhut Station gemacht und bei einer kenntnisreichen Stadtführung auf den Spuren von Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf der Kirchsaal der Brüdergemeine, der weltweit bekannte Gottesacker und das Archiv der Brüder-Unität mit den „Herrnhuter Losungen“ besucht. Klar, dass auch einige Herrnhuter Sterne ihren Weg nach Edemissen fanden. In Görlitz traf sich schon morgens vor dem Frühstück die Reisegruppe in der Eingangshalle des Hotels, um sich mit einem Lied, der Herrnhuter Losung und einem Morgensegen auf den Tag einzustimmen.

Natürlich war auch Zeit für Begegnung und bei einen Bummel durch die Görlitzer Altstadt mit zahlreichen gastronomischen Einrichtungen stand dem Genuss lausitzer-, polnischer- und schlesischer Köstlichkeiten nichts im Wege. Dazu gehörte auch ein Essen in einem stimmungsvollen Lokal am polnischen Neißeufer Zgorzelec mit Blick auf die illuminierte Görlitzer Altstadt.

Abschluss am Sonntagmorgen war der Besuch eines ökumenischen Gottesdienstes in der ehrwürdigen Franziskaner- und Dreifaltigkeitskirche aus dem Jahr 1245 am Obermarkt. Am Obermarkt befand sich auch dass zentral gelegene „Renaissancehaus“, als gut ausgestattetes Hotel der Reisegruppe. Auf dem Rückweg nach Edemissen gab es noch eine kurze Mittagsrast am historischen Marktplatz von Bautzen.

 

Hier nun einige Bilder der Reise (Fotos: Privat)