Besuchsdienst

Geburtstagsbesuche durch die Kirchengemeinde

Besuch bekommen unsere Gemeindeglieder normalerweise ab dem 80. Geburtstag. Die Pastoren kommen in der Regel zu den runden Jubeltagen (80., 85.) und ab dem 90. Geburtstag, die Mitarbeiter*innen des Besuchsdienst in den Jahren „dazwischen“. Nicht immer klappt es mit dem Besuch direkt am Geburtstag (dann versuchen wir meist, telefonisch mit Ihnen Kontakt aufzunehmen), und manchmal passt es auch dem Geburtstagskind selbst ein paar Tage später und „in Ruhe“ besser. Wenn hier von Ihrer Seite Wünsche bestehen („Besuch gerne am...“ oder auch: „dieses Jahr bitte keinen Besuch...“), freuen wir uns, wenn Sie oder Ihre Angehören sich bei den Pastoren melden.

Historie

Im Rahmen eines feierlichen Gottesdienstes wurde am Sonntag, dem 19. April 2026, in der Martin-LutherKirche Edemissen das 25-jährige Bestehen des Besuchsdienstes gewürdigt. Eine besondere Einladung dazu hatten auch alle inzwischen ausgeschiedenen langjährig Mitarbeitenden erhalten. Mit einer persönlichen freundlichen Begrüßung beim Betreten der Kirche fühlten sich die zahlreichen Gottesdienstbesuchenden gleich herzlich willkommen. Die derzeit aktiven Frauen des Besuchsdienstes hatten den Ablauf des Jubiläumsgottesdienstes gemeinsam mit Pastorin Bartkowski vorbereitet. Aus Krankheitsgründen ist zur Umsetzung und weiteren Gestaltung des Gottesdienstes dankenswerterweise Prädikant Henning Könemann kurzfristig eingesprungen. In den Gesamtablauf war dabei das aktive Team des Besuchsdienstes intensiv mit eingebunden. So berichtete nach Orgelvorspiel und Begrüßung Ellen Fricke über die Geschichte des Besuchsdienstes und Putti Köhler sprach das Eingangsgebet. Im weiteren Verlauf legten Regina Heuer, Marlies Zummach, Ellen Fricke und – nach einem kurzen Orgel-Zwischenspiel – Putti Köhler, Hannelore Rumpf und Angelika Streich symbolische Gegenstände auf den Taufstein, verbunden mit einer kurzen persönlichen Geschichte dazu. Für diesen Jubiläumsgottesdienst wurde ein Predigttext aus dem Matthäus-Evangelium, Kapitel 25, Verse 35 – 36 ausgewählt: „Denn ich war hungrig und ihr habt mir zu essen gegeben; ich war durstig und ihr habt mir zu trinken gegeben; ich war fremd und ihr habt mich bei euch aufgenommen; ich war nackt und ihr habt mir etwas anzuziehen gegeben; ich war krank und ihr habt mich versorgt; ich war im Gefängnis und ihr habt mich besucht.“ In der Auslegung dieses Textes begab sich Henning Könemann dann zunächst mit Beispielen in unsere aktuelle Zeit mit der Frage, ob die Botschaft daraus wäre, wenn ich jetzt das Richtige täte, dann hätte ich ausgesorgt. Ob der Predigttext auch so zu verstehen wäre: In sieben Schritten in den Himmel, indem ich an jedem Werktag eine „gute Tat“ beginge, um dann am Sonntag guten Mutes meinem Gott zu sagen: „Ich habe alles getan, was im Predigttext bei Matthäus verlangt ist. Hiermit beantrage ich einen Platz im Himmel.“ – Doch es ist klar – ganz so einfach ist die Sache nicht. In dieser äußerst anschaulichen und die Zuhörenden mitnehmenden Predigt schlug Herr Könemann dann den Bogen zu Verantwortung von Staat, Politikern, Kirche und Vereinen, um dann auf die Intension bei der Begründung des Besuchsdienstkreises an der Seite von Pastor Detlef Lienau mit dem Engagement von Marlies Havekost vor 25 Jahren hier in Edemissen zu kommen. Es ging um einen konkreten Beitrag, durch Besuche den gesellschaftlichen und kirchlichen Zusammenhalt zu stärken, Einsamkeit zu vermindern, Begegnung zu fördern. Die Bedeutung des Besuchsdienstes hob Herr Könemann u. a. mit folgenden Worten hervor: „Der Besuchsdienst leistet einen wichtigen diakonischen Beitrag für gelingendes Zusammenleben.“ Und: „Der Besuchsdienst sorgt mit seinen Möglichkeiten und Ressourcen für den Erhalt christlicher Nächstenliebe in unserer Kirche und Gesellschaft. Dieser ehrenamtlichen Arbeit gilt es Respekt zu zollen, ganz laut DANKE zu sagen und Gottes reichen Segen für eine hoffentlich lange Zukunft zu wünschen.“ Ein weiterer Höhepunkt dieses Gottesdienstes war die Segnung der aktiven und ehemaligen Mitarbeitenden, gefolgt von der Aushändigung einer Urkunde der Evangelischen Agentur der Landeskirche Hannovers und eines Geschenks der Kirchengemeinde. Neben der Verlesung von anerkennenden und würdigenden schriftlichen Grußworten von Dr. Detlef Lienau und dem ehemaligen Pastorenehepaar Annette Baden-Ratz und Christian Ratz richtete auch Pastorin Frauke Lange persönlich ein herzliches Grußwort und ein Dankeschön an das Team des Besuchsdienstkreises. Die Fürbitten und das Vaterunser übernahmen wieder die aktiv Mitarbeitenden des Besuchsdienstes. Und nicht nur beim auf den Segen folgenden Orgelnachspiel bot in bewährter Weise Dr. Rolf Elligsen an der Orgel musikalischen Genuss. Im Anschluss des Gottesdienstes durfte bei Kuchen, Kaffee und Tee die Feier des Jubiläums fortgesetzt werden. Allen Helferinnen und Helfern, die durch ihren Einsatz zum Gelingen dieser Veranstaltung beitrugen, sei an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön ausgesprochen.

Hans-Dieter Heuer

Auf Initiative von Frau Marlies Havekost hin wurde im Jahre 2001 mit Unterstützung von Herrn Pastor Lienau der Besuchsdienst in der Martin-Luther-Kirchengemeinde Edemissen ins Leben gerufen.
Die Zielsetzung dabei war, Kontakte zwischen der Kirche und den Menschen aufzubauen und zu pflegen, dabei Zeit zu schenken und zuzuhören, um damit gerade den älteren Geburtstagskindern in ihren unterschiedlichen Lebenssitu-ationen eine kleine Freude zu bereiten. Mit einigen Frauen aus Edemissen und den umliegenden Dörfern begann das Team seine Arbeit – herangeführt an diese Tätigkeit durch Frau Claudia Rösemann, Fachfrau für Besuchsdienstar-beit. Weitere Ehrenamtliche konnten dann im Laufe der Zeit dazugewonnen werden, so dass mit Unterstützung durch die Pastorinnen und Pastoren die Besuchsdienstarbeit einen festen Platz für ehrenamtliches Tun in unserer Kirchengemeinde einnehmen konnte.
Bereits zum 15-jährigen Jubiläum des Besuchsdienstes wurde erwähnt, dass die Gruppe inzwischen „in die Jahre“ gekommen sei, was sie jedoch nicht davon abhielt, diese Arbeit weiterzumachen.
Nach nun weiteren sechs Jahren wäre eine Verstärkung durch neu hinzukom-mende Ehrenamtliche, die sich ein Engagement in diesem Bereich vorstellen könnten, sehr erwünscht. Wer also an einem Mitwirken im Team des Besuchs-dienstes Interesse hat, ist herzlich willkommen.
Anlässlich der 21 Jahre engagierten Wirkens im Besuchsdienst gebührt dem Team Lob und Anerkennung sowie großer Dank. Und besonders zu würdigen ist Frau Havekost, die während der gesamten Zeit die Leitung der Gruppe innehatte mit allen Arbeiten der Vor- und Nachbereitung. Zum 15-jährigen Jubiläum des Besuchsdienstes hat sie u. a. gesagt: „Mit meinen Frauen und dem einen Herrn fühle ich mich verbunden und wünsche mir weiterhin Gottes Segen für unser gemeinsames Tun in diesem Ehrenamt.“
Für dieses gemeinsame >erfolgreiche< Tun: HERZLICHEN DANK!

 

Hans-Dieter Heuer

„Kommen Sie doch bald mal wieder!“

„Es ist schön, 10 Jahre dabei zu sein…“

„Geben füllt das Herz, Nehmen füllt die Hände!“

„Gemeinsam lachen  -  sich trösten lassen…“

„Das Leben der Geburtstagskinder ist reich an Erfahrungen.“

„Selbst beschenkt werden…“

„Wenn Sie nicht gekommen wären, hätte mich niemand
besucht.“

Das waren die Überschriften zu den Berichten von Ilse Baars, Ellen Fricke, Roswitha Köhler, Hannelore Rumpf, Sigrid Schroeder, Christa Hacke und Joachim Sinnhuber nach zehn Jahren Erfahrungen in der Besuchsdienstarbeit.

Jetzt sind fünf Jahre hinzugekommen und die Freude an diesem Dienst für unsere Gemeinde hat nicht abgenommen.

Kontakte zwischen den älteren Menschen und der Kirche schaffen und pflegen, Zeit geben  -  zuhören  -  wenn möglich begleiten,  ihnen das Gefühl geben, dass sie nicht vergessen sind,  ist unser Ziel.

Inzwischen sind viele gute Bekanntschaften entstanden bei den jährlich sich wiederholenden  Besuchen.  – „Ich erwarte Sie zu meinem Geburtstag!“,  heißt es oft, wenn man sich im Dorf trifft.   Es gibt kaum Schwierigkeiten beim Verteilen der Adressen  – alle haben schon ihr „Wunschgeburtstagskind“.

Ich bin sehr dankbar für unsere Gruppe, freue mich, dass die Pastoren bei den Zusammenkünften dabei sind, das wertet unsere ehrenamtliche Arbeit auf, und es ist eine große  Hilfe, dass wir durch Regina Heuer und Roswitha Greve Verstärkung bekommen haben.

Inzwischen kommt unsere Runde „in die Jahre“.  Einige Mitarbeiter wurden und werden bald selbst vom Pastor zum 80. Geburtstag besucht.  Aber das hält uns nicht ab, diese Arbeit weiterzumachen. Sie fordert uns heraus, den alten Menschen in ihren unterschiedlichsten Lebenssituationen zu begegnen, ihnen ein bisschen Freude zu bringen und manchmal eine kleine Hilfe zu sein.  Wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fühlen uns angenommen und sind dankbar, wenn uns das gelungen ist.

Mit meinen Frauen und dem einen Herrn fühle ich mich verbunden und wünsche mir weiterhin Gottes Segen für unser gemeinsames Tun in diesem Ehrenamt.

Nochmals zur Information:

Zum 80., 85., 90. und darüber hinaus besuchen die Pastoren die Jubilare.

Zum 81. bis 84. und 86. bis 89. Geburtstag gehen die Besuchsdienstmitarbeiter, ebenso innerhalb der Urlaube der Pastoren und im Krankheitsfall.

 

Marlies  Havekost

Kontakte zwischen Kirche und Menschen aufzubauen und zu pflegen, Zeit zu geben und zuzuhören: Das hat sich der Besuchsdienst der Martin-Luther-Gemeinde zur Aufgabe gemacht. Am 1. Mai feiert der Besuchsdienst zehnjähriges Bestehen.

Marlies Havekost erinnert sich noch gut. "Ich hatte den Wunsch geäußert, in meinem Ruhestand für meine Kirche hier in Edemissen das zu tun, was ich mehr als 20 Jahre in meinem Dienst in der St. Matthäus-Kirche in Braunschweig getan hatte: Besuche machen – eine Besuchsdienstgruppe aufbauen, die ältere Gemeindeglieder zu Geburtstagen, Neuzugezogene oder andere Zielgruppen besuchen sollte", erzählt sie. Als es soweit war, kam der damalige Edemisser Pastor Detlef Lienau darauf zurück: "Jetzt muss es aber losgehen, Frau Havekost!", so seine Aufforderung im März 2001.

"Es fanden sich einige Frauen aus Edemissen und den umliegenden Dörfern", so Maries Havekost weiter. "Claudia Rösemann – Fachfrau für Besuchsdienstarbeit – gab uns eine Einführung, und so machten wir uns auf den Weg zu den alten Geburtstagskindern, zuerst noch etwas zögerlich, aber unser Mut zu dieser ehrenamtlichen Arbeit wuchs, nachdem alle erfahren hatten, wie viel Freude es den Jubilaren brachte."

Inzwischen sei die Besuchsdienstarbeit ein fester Platz für ehrenamtliches Tun in der Martin-Luther-Kirchengemeinde Edemissen geworden.

 

Bettina Stenftenagel

PAZ - 26.04.2011

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